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(zurück zu den Aktionen) Presse: Traunstein, 26. Juni 2004
Greenpeace-Protest gegen Gen-Futter bei Müller geht weiter!

Europaweit demonstrieren Umweltschützer gegen Gentechnik in der Nahrungskette 
die Greenpeace Gruppe Chiemgau ist in Traunstein mit dabei!

Traunstein, 26.6.2004 – Nach dem Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen Greenpeace durch das Landgericht Köln setzen Umweltschützer ihren Protest gegen Gen-Futter für die Milchherstellung bei Müller fort. Greenpeace wird die Verbraucher auch weiterhin darüber informieren, dass Gen-Pflanzen im Futtertrog von Müllermilch-Kühen landen. Bundesweit protestieren Aktivisten heute unter dem Motto „Wir lassen uns von Müller nicht den Mund verbieten“, vor Supermärkten in verschiedenen deutschen Städten. Die Aktivisten haben sich den Mund mit Tüchern verbunden, auf denen das Logo des Milchkonzerns prangt.

„Verbraucher lassen sich nicht für dumm verkaufen. Es besteht kein Zweifel daran, dass Müllermilch-Kühe mit Gen-Pflanzen gefüttert werden. Unstrittig ist auch, dass Gen-Rückstände in den Milchproben eines hessischen Landwirtes gefunden wurden, der massiv Gen-Soja und Gen-Mais verfütterte“, sagt Roland Wolf von der Greenpeace-Gruppe Chiemgau. Ein von Greenpeace am Montag veröffentlichter Bericht des Forschungszentrums für Milch und Lebensmittel in Weihenstephan/Bayern zeigt, dass beim Einsatz von Gen-Futter damit gerechnet werden muss, dass Bestandteile von Gen-Pflanzen auch in der Milch zu finden sind.
„Vertreter der deutschen Milchwirtschaft schaden dem guten Image der Milch, wenn sie Gen-Pflanzen verfüttern lassen und zudem verschweigen, dass Gen-Abschnitte bereits in der Milch gefunden wurden“, kritisiert Roland Wolf. „Greenpeace begrüßt, dass Molkereien wie Ehrmann und Scheitz
ihr Milchsortiment ohne genmanipuliertes Tierfutter produzieren wollen und sich damit klar auf die Seite der Verbraucher stellen.“ Zeitgleich zu den Protesten gegen Müllermilch zeigt Greenpeace heute, dass der Widerstand gegen Gen-Nahrung in ganz Europa ungebrochen ist. Mit der Botschaft „Europa sagt Nein zu Gentechnik im Essen und auf dem Acker“, demonstrieren Aktivisten in Portugal, Polen, Österreich, Italien, Frankreich, Spanien, Dänemark, Schweden, Ungarn, Luxemburg, Slowenien und Tschechien gegen Gentechnik.

Im letzten Jahr wurden etwa 20 Millionen Tonnen gentechnisch verändertes Soja nach Europa eingeführt, die zu über 80 Prozent in Futtermitteln verwendet wurden. Fleisch, Milch und Eier, die von Tieren stammen, die mit Gen-Soja gefüttert werden, müssen derzeit in der EU nicht deklariert werden. Greenpeace fordert, dass diese Kennzeichnungslücke so rasch wie möglich geschlossen wird. Im Einkaufsnetz bietet Greenpeace einen aktuellen Überblick über Unternehmen an, die Gen-Futter aus ihrer Produktion verbannt haben oder dies anstreben. Bilder der Aktion in Traunstein sind zu finden unter www.greenpeace-chiemgau.de Mitmacher können an einem Dienstag von 18:00 – 20:00 Uhr in das Traunsteiner Büro, Hofgasse 1, kommen.

Rückfragen zur Aktion können gerichtet werden an unsere Pressesprecherin Anja Weilharter unter  Tel. (0861) 164 741; Mehr Infos auch im  Internet: www.greenpeace.de , www.muell-milch.de