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(zurück zu den Aktionen) Landesgartenschau in Burghausen am Stand der Region Aktiv am 30.05.2004
Greenpeace-Aktion „Muhen gegen Müller“ in Burghausen
Burghausen/Traunstein, 30.5.2004 – Am heutigen Sonntag sammelte die Greenpeace-Gruppe Chiemgau in Burghausen auf dem Burggelände der Region Aktiv im Rahmen der Landesgartenschau Proteststimmen gegen die Firma Müller-Milch. Mit Protestpostkarten und einem auf Tonband festgehaltenen Muhen konnten Verbraucher ihrem Unmut gegen den Milchkonzern Luft machen. Die Firma Müller-Milch, zu der u. a. auch die Marke Weihenstephan gehört, verwendet für ihre Produkte Milch von Kühen, die mit genmanipulierten Pflanzen gefüttert werden. Seit dem 18.4.2004 gibt es zwar die neue EU-Kennzeichnungsverordnung, wonach genmanipulierte Lebens- und Futtermittel gekennzeichnet werden müssen. Aufgrund einer Gesetzeslücke müssen jedoch tierische Produkte wie Milch, Käse oder Eier von Tieren, die mit Gen-Pflanzen gefüttert wurden, nicht gekennzeichnet werden. „Diese Gesetzeslücke wird ausgenützt, um den Verbrauchern Gentechnik unterzuschieben,“ so Anja Weilharter von der Greenpeace-Gruppe Chiemgau. „Müller-Milch ist als Marktführer in dieser Branche in der Verantwortung. Denn wer Milch-Kühe mit Gen-Futter füttert, fördert gleichzeitig den Anbau von genmanipulierten Pflanzen.“ Zwar hatte die Firma Müller-Milch auf Druck von Greenpeace im April eingelenkt und angekündigt, dass sie beim Futter für Kühe keine genmanipulierten Futtermittel mehr verwenden will.

Nach Recherchen von Greenpeace haben die Landwirte, die Müller mit Milch beliefern, bislang jedoch keine  Verträge erhalten, die zum Verzicht auf diese Futtermittel verpflichten. Auch fand Greenpeace bei Futtermittelstichproben bei vier Müllermilch-Höfen einen erheblichen Anteil an genmanipuliertem Soja. Die Proteststimmen gegen Müller-Milch werden deutschlandweit gesammelt und dann von Greenpeace an die Firma Müller übergeben. Die große Mehrheit der Verbraucher lehnt Gentechnik im Essen ab“, so Anja Weilharter. „Wir fordern, dass Müller seine Milchzulieferer verpflichtet, gentechnikfreies Futter zu verwenden. Das umsatzstarke Unternehmen darf die Verantwortung jedoch nicht einfach auf die Bauern abwälzen, sondern muss für hochwertige, gentechnikfreie Milch auch angemessene Preise zahlen. Bisher geizt Müller und zahlt den Bauern Preise, die unter dem Durchschnitt liegen.“

Wer mehr zu diesem Thema erfahren oder Greenpeace aktiv unterstützen will, kann sich unter der Telefonnummer 0861/16628876 bei der Greenpeace-Gruppe Chiemgau melden oder sich im Internet unter www.greenpeace-chiemgau.de und www.muell-milch.de erkundigen.